Archiv der Kategorie 'my life'

crime city fhain

ich nehme im asia-markt gerade die 4. und 5. club mate flasche des tages aus dem kühlschrank als 2 jugendliche, die kapuzue ihres schwarzen hoodies weit ins gesicht gezogen, den laden betraten und den verkäufer hiner der ladentheke fragten “ Ey, brauchst Du Handy“. Nachdem jener auf diese und die folgende Frage „Brauchst Du Iphone“ mit einem Kopfschütteln reagierte verschwanden die beiden ebenso grußlos wie sie gekommen waren.

nicht viel los hier…

bhf grund für die bloggingflaute ist, dass meine Jugend noch bevor ich meine young care pflegeserie komplett gegen anti-aging Q10 eintauschen konnte mit dem temporären eintritt in den ersten arbeitsmarkt ein jähes ende erfuhr. leider gehöre ich nicht zur globalen dienstleistungselite und jette von businesslunch zu businesslunch firstclass durch die welt, nein, mein verkehrsmittel heisst regionalbahn. daher verschwende ich mein leben auf brandenburgischen bahnhöfen, an denen auch nicht viel los ist. Hier gibt es keine Lounges, keinen Latte macchiato, kein wlan-hotspot, hier ist das paradies für alle yuppie-hassenden-gentrifizierungsbekämpfer. hier gibt es nicht mal biertrinkende rechtsorientierte jugendliche, denn die nächste kaufhalle, an der man dosenbier erweben könnte, ist kilometerweit entfernt, potentielle opfer gibts auch nicht, denn hier ist keine menschenseele. so siehts aus.

alternative freizeitgestaltung

heute war ich das erste mal seit xy jahren auf dem rummel, genauer gesagt dem weihnachtsmarkt am alex. das warm-up war ganz harmlos: ein besuch im mäusezirkus. obwohl ich unmengen schlechter handyfotos gemacht habe, erspar ich mir das, hier welche zu posten. so viel sei verraten: ein mäusezirkus ist in etwa so wie ein besuch in der zoo-handlung, nur dass der glaskasten mit den mäusen größer und mit spielfiguren dekoriert ist. dann begann der hauptteil:eine fahrt mit dem luftikuss. drei runden sollte das vergnügen dauern, und drei runden, das kenn ich vom boxen dachte ich, steh ich durch. In der ersten Runde bereute ich meinen Entschluss sofort, halsbrecherisch war das ganze und ich musste die ganze Zeit an mein Technikrechtseminar denken, an die Fallbeispiele mit unschuldigen Leuten, die wegen Konstruktionsfehlern sterben. In der zweiten Runde fand ich es ganz schau so durch den Nachthimmel und die Häuserschluchten zu schweben und philosophierte darüber, ob dies nicht eine gesunde Alternative zu Rauschmitteln darstellte. In der dritten und vermeintlich letzten Runde überlegte ich, ob ich es noch zum Klo schaffe um zu kotzen oder stattdessen versuchen sollte den Ausgang vom Weihnachtsmarkt zu erreichen. Nach der dritten Runde folgte jedoch eine vierte. Das Problem mit dem Kotzen wurde akut und ich musste feststellen, dass es aufgrund des eigenen eingeschränkten Bewegungsspielraums und des ständigen Drehens unmöglich war, sich zu übergeben, ohne mich selbst und die anderen zu treffen. Ich stellte fest, dass das Ding keinen Notknopf besass und keine Kotztüten, obwohl es die selbst im Flugzeug gibt und das Flugzeug ist nicht gerade ein Ort in dem ständig gekotzt wird. Die Schausteller meinten es besonders gut mit uns und gönnten uns noch eine fünfte Runde, die ich mit vorgehaltener Hand irgendwie noch durchstand. andere teile der reisegruppe hatte es noch schlimmer erwischt und so mussten wir mit der erkenntnis kürzer als janine, mandy und jacqueline durchgehalten zu haben den gruppenausflug beenden.

Die Wahrheit über Auslandssemester Teil I

bm Ich gebe zu, die Überschrift ist etwas anmaßend. Mir fiel nur auf, dass es zur Zeit auf blogsport von Beiträgen wimmelt, die (zumindest beim ersten Draufblick) in bunten Bildern das lustige Studentenleben im Ausland schildern. Da dacht ich mir, ich hab das auch mal gemacht, also schreibe ich jetzt auch mal meine Erinnerungen nieder. Das ganze ist schon ein bisschen her, da wusste ich nicht, was ein We(Blog) ist und Digitalkameras und Fotohandys waren noch nicht dermaßen verbreitet. Nun ja, wegen dem hässlich-kalten Berliner Winter hatte ich für ein Semester in Barcelona beworben. Es war meine politisch aktive Phase und zwischen dem EU-Gipfel in Göteburg und dem G8 in Genua lag noch eine Weltbankkonferenz in Barcelona.
Im Herbst kehrte ich schliesslich nach Barcelona zurück und war fest entschlossen, mich an der Vorbereitung für die im Frühjahr folgenden Proteste gegen den EU-Gipfel zu beteiligen. Ich war an einer provaten Uni eingeschrieben, an der alle katalanisch sprachen- außer mir. Für die Kurse musste man sich über das Intranet anmelden, und weil das alles so bürokratisch war scheiterte ich daran und erhielt abschließend ein Zeugnis mit dem Vermerk “ no presentada“. Das kam der Realität ziemlich nahe. Die privatisierte Uni war sowohl hinsichtlich als auch Lehre völlig inakzeptabel, so dass ich mein Programm auf einen Katalanisch-Kurs und Internet- und Bibliotheksnutzung reduzierte.

Casa Okupada, Casa Encantada
lautet ein geflügeltes Wort der Squatter-Scene. Jedenfalls wohnte ich auf dem feuchten Dachboden eines selbigen. Meine Mitbewohner interessierten sich in erster Linie für Selbstversorgungsökonomie und in zweiter Linie für Umweltthemen allgemein. Ich fand das schrecklich uncool, meine Castorphase hatte ich hinter mir, Rot-Grün war an der Regierung und Bio-Läden Zeichen der Gentrification. Meine Mitbewohner kochten mindestens zweimal am Tag, waren auch ganz nett, dennoch blieb ich immer die Exotin und da das Ganze schon so ein kommuneartiges Zusammenleben war, samt selbstausbeuterischer Eigenproduktion, sehnte ich mich schnell nach der (relativen) Anonymität und Autonomie des WG-Lebens zurück…..




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