Antifa, Bürgernah, Schallala

Die ALB und andere bringen eine Zeitung für Brandenburg heraus, in der das „Problem des Neofaschismus sehr einfach [erklärt wird]“. Schlauer werden die BrandenburgerInnen durch die Lektüre sicher nicht: Nazis sind „Lügner, Betrüger, Schläger, Abzocker und Kriminelle.“Sind das die BrandenburgerInnen, die in diesen Kategorien vermeintlich denken, oder die Antifa? Weitergehts: Die Nazis fordern „Jeder Dritte soll weg“. Und dass, obwohl Brandenburg eh schon alle nicht-unterschichtler davon laufen. Ein wenig Geschichtsunterricht gibts aber auch noch: Im 19.Jahrhundert sind BrandenburgerInnen in die USA eingewandert und die Amis fühlen sich dennoch nicht überfremdet.Und:Leonardo Di Caprio ist ein Volksgenosse.
Nebenbei lernt der Hartz4-Empfänger aber auch, dass es ihm zwar beschissen geht, anderen- den Flüchtlingen- aber noch mieser. Das tröstet. Am schönsten ist aber Seite 6, „Große Klappe und nichts dahinter:NPD und DVU brechen reihenweise ihre Wahlversprechen“. Wie schade. Für diejenigen, die sich nicht von der brillianten Argumentation haben überzeugen lassen und immer noch gerne rechtswählen würden? Früher war eben alles besser.

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2 Antworten auf „Antifa, Bürgernah, Schallala“


  1. 1 Toasty 30. August 2008 um 13:44 Uhr

    Es wird nicht darum gehn Bürger nach Links
    zu ziehen, sondern darum (worum is in der kampagne ja
    auch geht..) Ottonormalrassist und andere potentielle NPD Wähler aus Brandenburg mit einer ihnen bekannt scheinenden medialen Präsenz eben nicht sofort abzuschrecken, sondern emotional aber eben nicht mit Lügen von der NPD abzubringen. Wer eine Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ macht NUR als reine Selbstbespaßung und ohne den ernsthaften Versuch an die potentiellen Wähler der NPD zu kommen, der kann nicht ernsthaft davon ausgehen, dass weniger menschen NPD wählen.

    Auszug Aufruf „Keine Stimme den Nazis“
    Ihr Plan ist der Einzug in die kommunalen Parlamente, um sich so ein Fundament für die Landtagswahlen 2009 zu schaffen.
    Unser Plan ist, den Nazis einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen – sowohl bei den Wahlen, als auch im Alltag, auf der Straße, im Jugendclub oder im Verein.

  1. 1 Reiten, lesen, Freund_innen treffen Trackback am 30. August 2008 um 14:20 Uhr
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