Arbeitswelten

In letzter Zeit verdiene ich mein Geld damit, dass ich die Azubis und Azubileiter einer internationalen Discounterkette mit den billigsten Hausmarke-Alkoholika abfülle. In intoxierten Zustand werden diesen dann auf den Unternehmensnamen zugeschnittene Tracks und Visuals vorgespielt zu denen sie dann mitgrölen, knutschen, saufen, sich in den Armen liegen und irgendwie gräbt sich dann die Corporate Identity so tief ins Unterbewusstsein, dass sie selbst den Filmriss übersteht. Der Exzess ist natürlich streng aber kaum merkbar reguliert, so wie es der engmaschigen Mitarbeiterführung, für welche das Unternehmen bekannt ist, entspricht. So wurde das Gelände sorgfältig durch Sicherheitskräfte abgeriegelt, damit niemand sich vorzeitig von der Party entferen konnte. Ob die stattgefundenen Peinlichkeiten und Ausfälle gewollt von der Unternehmungsleitung provoziert wurden, um entweder die Zeugung von Nachwuchs anzuregen oder die Mitarbeiter auf Lebenszeit erpressbar zu machen, bleibt reine Spekulation.

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