Tel Aviv Partying

Die erste Hürde beim Ausgehen ist das Hin-, Weiter- und Wegkommen. Weil Schabbat ja nichts mehr fährt, bleiben nur die Alternativen Auto, Taxi oder Bike. Die Israelis sind oft mit dem Auto unterwegs, vor allem wenn sie von weiter weg kommen, don‘t drink and drive wird nicht so eng gesehen. Nachdem bislang meine Unternehmungen daran scheiterten, dass ich mangels Orts- und Hebräischkenntnisse immer die falschen Busse erwischt habe und jenseits meines Stadtplans endete, habe ich nun beim Bike-Dealer neben an ein chices MTB erworben mit dem ich nun durch die Stadt cruisen kann. BarzliayclubFür das Ausgehen in Tel Aviv braucht man in erster Linie viel Geld. Zwar ist die Späti-Infrastruktur gut und preiswert, Eintritts- und Getränkepreise jedoch beachtlich, so dass man auf eine Umrechnung in Euro besser verzichten sollte. Partys gehen ähnlich spät los wie in Berlin, enden aber erstaunlich früh. Vor dem Clubbing kann man entweder in den zahlreichen Bars vorglühen, die oft auch eine kleinen Dancefloor haben oder durch das Gentrification-Viertel Florentin flanieren bzw. sich auf dem Rothschild Boulevard niederlassen, was billiger kommt. Besonders hip was elektronische Musik betrifft ist derzeit das Barzilay, eine Baracke etwas abseits der Flaniermeile. Daneben veranstalten Pacotek Partys mit erlesenen Gästen im Levontin 7 und anderswo. Partydroge No. 1 ist Vodka-Red Bull, und zwar in reichlichen Mengen, Partydroge No. 2 ist Hagigat, Kapseln mit einem pflanzlichen Amphetamin, die man am Kiosk kaufen kann. Trotz Energydrink und -pillen leeren sich die Clubs in den frühen Morgenstunden und gegen 6/7Uhr ist Schluss. Dann kann man noch zu einer „Aftershow“-Party gehen, allerdings haben diese nicht unbedingt den besten Ruf. Die eine, die ich besucht habe, war sehr nett, brechend voll mit ganz nettem Publikum und tanzbare Musik, lediglich die massive Security war unsymphatisch. Krass ist auch, dass es in den Tel Aviver Clubs ziemlich dunkel ist, so dass man lange erstmal blind durch die Menge stolpert, wenn man von draußen reinkommt. Besonders chic ist, dass man nach der Party direkt an den Strand gehen und sich im Mittelmeer abkühlen kann. Da es allerdings auf das Immunsystem geht, wenn man den einen Tag, wo man ausschlafen könnte, gar nicht schläft, steht jetzt erstmal ein Kururlaub am Roten Meer an. Leider verpasse ich deshalb die ganzen Purim-Partys, an denen man sich verkleidet und betrinkt.

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2 Antworten auf „Tel Aviv Partying“


  1. 1 hoerm 19. März 2008 um 13:47 Uhr

    wow verkleiden und betrinken. da würde ich auch wegfahren wollen. klingt nach fassenacht. irgendwie.
    lass dir gut gehen!

  2. 2 Carlsberg 19. März 2008 um 18:50 Uhr

    Endlich mal wieder aktuelle Ausgeh-Locations-Tips für Tel Aviv. Dann müssen sich die kommenden Israel-Reisenden nicht mehr durch Clubs wie das „Maxim“ kämpfen, um mal endlich auf ner guten Party zu landen. Im Sommer solls übrigens gute Nature-Partys in der Wüste geben…
    Weiter so!

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