Web 2.o. und so….:Last.fm

Seit kurzem hänge ich abundzu auf last.fm, der „social music revolution“ rum. Last.fm ist so eine Art Internetradio ala myspace, man kann Freunde haben und Nachbarn, sich irgendwelchen Gruppen anschliessen, Bloggen und in Foren diskutieren. Nun, ich habe selbst keine myspace-Seite und konnte ich mich auch nie so richtig dafür begeistern. Last.fm hat auch was von amazon, denn man kann seinen Lieblingskünstler angeben und erhält dann Hörvorschläge „ähnlicher“ Musik. Diese Musikbeispiele sind aber noch weniger brauchbar, als die Leute die das bei amazon gekauft und jenes angeklickt haben, entweder kennt man das eh schon oder es handelt sich schon um sehr entfernte Verwandschaften. Damit die eigenen Charts angelegt werden können sowie das persönliche Radio und Nachbarn gefunden werden können, muss man die abgespielte Musik scrobbeln lassen-d.h. alle abgespielten Titel werden gescannt, so dass jeder dann sehen kann, was man wann gehört hat (natürlich kann man zum abspielen der peinlichen Lieblingslieder den audioscrobbler wieder deaktivieren). Gruselig ist bei Last.fm vor allem die politische Offenheit, netterweise finden sich dort auch antifa-grüppchen, doch ohne grosse anstrengungen finden sich da auch allerlei rechte Gruppierungen wie .„Ewiges Deutschland“, RAC und anderes Grauen. Ein Eintrag bei Weltanschauung verweist immerhin noch auf eine gewissen Auseinandersetzung schliessen. Bemerkenswert ist auch, dass FreundInnen rechter Musik schnell fündig werden können mit den tags „rechtsrock“ oder „nazi“, die neben „minimal“, „electronic“ usw zur Auswahl stehen. Bei einem kurzen Selbstversuch bot mir „nazi radio station“ übrigens einen kruden Mix aus traditionell rechter Mucke (Lanser), ehemals(?) linkem Szene Punk (Propaghandi) und arabischer Musik an. Was die MacherInnen von Last.fm dazu meinen, weiss ich leider nicht. Viel besser sieht es im Real Life Radio bekanntlich auch nicht aus.

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2 Antworten auf „Web 2.o. und so….:Last.fm


  1. 1 bigmouth 27. Februar 2007 um 10:52 Uhr

    die tags stehen nicht zur verfügung, sondern werden (is ja web 2.0) von den usern erstellt und tracks zugewiesen. und das sind amis, halten also freedom of speech hoch, insofern verstehe deine verwunderung kein bißchen. nazis benutzen eben auch das internet. was wäre durch ihre unsichtbarkeit gewonnen?

  2. 2 Administrator 27. Februar 2007 um 13:20 Uhr

    Hi bigmouth, wenn ich eine web 2.0 geschichte starten würde, wäre es mir schon wichtig, wem ich da eine plattform biete und daher halte ich es für politisch falsch, (auch)nazis völlig unkommentiert ein forum zu bieten. zensur ist sicher keine (gute)lösung, aber so eine „jeder hat das recht seine volksverhetzende meinung ins netz zu stellen“-Attitüde“ ist schon arg daneben….

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