Wochenende ohne Wochenende

Der Blick in den Einsatzplan offenbart mir schreckliches: Mein nächster freier Tag ist Dienstag, das ist verdammt depressing. Ausserdem gibt es nur noch Früchtetee – voll eklig, schmeckt nach Kinderfreizeit/Jugendherberge/Bildungsstätte-bäh. Ich will Schokolade!!! Entgegen der Empfehlung meines neuen Co-Trainers Ronny* (hört sich wichtig an- aber wenn hier andere mit ihrem Training rumprollen- ich kann das auch besser!) mit DDR-Leistungssport-Vergangenheit habe ich mich nicht nach dem Training & Duschen vollbekleidet zum „Nachschwitzen“ (hallo?) an die Heizung gesetzt, sondern war auf einem Konzert in einem kalten Keller, von dort bin ich auf eine Party, wo ich verabredet war oder dachte verabredet zu sein, konnte das noch nicht aufklären. Auf jeden Fall war ich allein unter lauter anstrengenden Menschen, so dass ich zunehmend übermüdeter und angetrunkener weiterzog. Bei der nächsten Veranstaltung, von einer mutmasslichen Nicht-Bloggerin treffend als „sexuelle Notstandsparty“ tituliert, führte ich dann zu sinnloser Konversation mit irgendwelchen Typen a la
Typ:“Findest Du mich aufdringlich?“
Ich:“Ziemlich.“
Typ:“Trinkst Du mit mir einen Jägermeister?“
Ich:“Nee danke..“
Typ:“ Warum magst du mich nicht“
Ich:[Immerhin ist das schon mal angekommen. Was sag ich jetzt?Du siehtst Scheisse aus?-Zu gemein.Was dann? Man soll sich nie unter Rechtfertigungszwang setzen lassen… Aber der Typ wartet auf eine Antwort….]
Typ:“ Dir fällt also nichts ein. Also magst Du mich doch!“
Ich:“Ähm,… [Klingt logisch. Stimmt trotzdem nicht. Kopf leer. Verzweifelte Suche nach einer Antwort liefert null Ergebnisse. Wann kommen die anderen endlich?].“
Typ:“Trinkst Du jetzt mit mir einen Jägermeister?“
usw.

*Name geändert

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