I hate Mondays II

Ich hasse Montage selbstverständlich auch dann, wenn die NPD keine Wahlerfolge feiert. Der Grund: Montag=Lohnarbeit. Dank der post-fordistischen Arbeitsflexibilisierung arbeitete ich zwar auch am Wochenende, doch da ist etwas erträglicher, da immerhin die Führungskräfte abwesend sind und weniger los ist. Montag dagegen heisst Stress ohne Ende. Das gilt blöderweise auch für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag…Zur Fremd- und Selbstkontrolle meiner Leistung stellt mir meine Firma freundlicherweise eine Arbeitsstatistik zu Verfügung (die ich jedoch nur zum Teil einsehen kann – soviel Transparenz wäre ja auch übertrieben – so bleiben mir die wichtigsten Informationen über mein Verhalten verborgen). Diese Statistik ermöglicht mir die Optimierung meiner Arbeitskraft, indem sie mich anstacheln soll, durch den Vergleich meiner Performance mit der meiner KollegInnen. Befinde ich mich beispielweise im roten Bereich (=ganz schlecht) in der Kategorie „Zeit bis zur ersten Pause„(selbstverständlich unbezahlt), kann ich versuchen, diese durch die Reduizierung der morgendlichen Flüssigkeitszufuhr (Coffies statt Kaffee) herauszuzögern, um es so in die firmeninternen Highscores zu schaffen…als Lohn bekommt man das gute Gefühl, der Firma (und die Firma sind wir alle )etwas Gutes getan zu haben und die Latte noch etwas höher zu setzen. Allerdings fiel ich schon in der Schule durch mangelnde Leistungsbereitschaft auf, denn wer ganz unten ist kann nicht tiefer fallen….

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