Archiv für September 2006

NPD auf YouTube

In der Berliner Zeitung von heute ist ein Artikel über NPD-Videos auf YouTube (vgl dazu auch den Bericht bei NPD-Blog und bei Spiegel-Online). Diesem zufolge stellte Wöll, Vorsitzender der NPD in Hessen, am 10. und am 17. September ein 10-minütiges Video „Die Woche – kritische Nachrichten“ bei YouTube ein. Die „Woche“ ist „ein Nachrichtenprojekt von nationalbewussten Deutschen, welche frei und ohne politische Korrektheit über Ereignisse berichten, welche die Zukunft unseres Volkes bestimmen“(Wöll, zit. nach Berliner Zeitung). Diese Videos wurden am Mittwoch von YouTube gesperrt „due to terms of use violation“(YouTube), so dass ich hier nur auf die Beschreibungen in den o.g. Artikeln zurückgreifen kann:“ Sprecher Marcel Wöll sitzt im Anzug und wohl gescheitelt vor der Kamera und verliest Meldungen in einem Studio, das dem Design der Tagesschau nachempfunden ist […]. Der Inhalt der Nachrichtensendung dreht sich um die Lieblingsthemen der Neonazis: Angeblich willkürliche Repressionen des Staates, Kriminalität von Ausländern, Aufmärsche und Demonstrationen. Immer wieder kommen prominente Rechtsextremisten wie Jürgen Rieger oder der NPD-Vorsitzende Udo Voigt zu Wort.“(NPD-Blog). Laut Spiegel-Online will die NPD bald jede Woche über das „Weltnetz“ eine Nachrichtensendung verbreiten (ebd.). Eine nette Ausgabe der kritischen Woche gibt es hier auf YouTube.

Sinnloser Zeitvertreib


Es ist Samstag. Bin heute am späten Vormittag mit dröhnendem Kopf und schweren Augenlidern aufgestanden obwohl ich gestern nicht gefeiert geschweige denn getrunken habe. Selbst nach 2 Kaffees und einer Handvoll Fit-und-aktiv-wellness-flakes nur bedingt kommunikationsfähig. Auf dem Weg zur Arbeit erstmal Ibuprofen gekauft. Nun sitze ich im Büro, habe schon sämtliche herumliegende ausgaben von „InTouch“,“In- das Starmagazin“und ähnliche Publikationen gelesen und bin nun über die Diäten, Affären und Fehltritte der Celebrities informiert. Meinen Plan nach der Arbeit noch nach Leipzsch zu jetten (ahäm zu trampen) verwerfe ich angesichts meiner Schlappheit und der Information einer Freundin vor Ort, dass das Ganze doch sehr punklastig wäre. Mir ist langweilig und ich versuche nicht an das schöne Wetter zu denken und auch nicht daran, dass ich die Kiezparade verpasse. Ich vertrödel meine Zeit im Internet. Da gibt es eine Seite auf „Slap The Bastards“, auf der man allenmöglichen Proms mal virtuell in die Fresse haun kann, z.B. Le Pen, auf dessen Stirn ein Hakenkreuz aufleuchtet und der ein „Olala“ von sich gibt (ich weiss, das ist platt- aber trotzdem lustig).
bored

I hate Mondays II

Ich hasse Montage selbstverständlich auch dann, wenn die NPD keine Wahlerfolge feiert. Der Grund: Montag=Lohnarbeit. Dank der post-fordistischen Arbeitsflexibilisierung arbeitete ich zwar auch am Wochenende, doch da ist etwas erträglicher, da immerhin die Führungskräfte abwesend sind und weniger los ist. Montag dagegen heisst Stress ohne Ende. Das gilt blöderweise auch für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag…Zur Fremd- und Selbstkontrolle meiner Leistung stellt mir meine Firma freundlicherweise eine Arbeitsstatistik zu Verfügung (die ich jedoch nur zum Teil einsehen kann – soviel Transparenz wäre ja auch übertrieben – so bleiben mir die wichtigsten Informationen über mein Verhalten verborgen). Diese Statistik ermöglicht mir die Optimierung meiner Arbeitskraft, indem sie mich anstacheln soll, durch den Vergleich meiner Performance mit der meiner KollegInnen. Befinde ich mich beispielweise im roten Bereich (=ganz schlecht) in der Kategorie „Zeit bis zur ersten Pause„(selbstverständlich unbezahlt), kann ich versuchen, diese durch die Reduizierung der morgendlichen Flüssigkeitszufuhr (Coffies statt Kaffee) herauszuzögern, um es so in die firmeninternen Highscores zu schaffen…als Lohn bekommt man das gute Gefühl, der Firma (und die Firma sind wir alle )etwas Gutes getan zu haben und die Latte noch etwas höher zu setzen. Allerdings fiel ich schon in der Schule durch mangelnde Leistungsbereitschaft auf, denn wer ganz unten ist kann nicht tiefer fallen….

I hate Mondays

Gestern war ich zum ersten Mal meines Lebens in einem Wahllokal. Meine Hauptmotivation wählen zu gehen, war der Fakt, dass mein Wahllokal in der Rütli-Schule untergebracht war. Ich versprach mir von dem Wahlgang, einerseits ein bisschen Ghetto-Romantik zu schnuppern, ohne mich gleich einem Voyeurismusverdacht auszusetzen und andererseits durch meine Kreuze dazu beizutragen, dass schlimmste zu verhindern. Beides ging völlig in die Hose.
Erstens sah die Rütli Schule gepflegt-langweilig aus, keine coolen Graffitis, keine Tags, keine Spur von Vandalismus, da war selbst mein süddeutsches Latein-Gymnasium abgeranzter. Zweitens irritierte es mich etwas, dass ich bei einer so ernsten Angelegenheit, wie der Wahrnehmung meiner Bürgerrechte, meine Kreuze mit einem überdimensionierten hellblauen Buntstift aus unbehandeltem Holz machen sollte. Am schlimmsten ist jedoch, dass die NPD gnadenlos abgesahnt hat – nicht nur in Meck-Pomm und in den üblichen Berliner Ostbezirken sondern auch in meiner Wahlheimat Neukölln (3,9%!). Schluck!. Das bedeutet, dass neben Thomas Vierk nun tatsächlich Jan Sturm in der BVV sitzen wird, dessen unvorteilhaftes Erscheinungsbild schon öfters diskutiert wurde. Abgesehen davon, dass Nazis sowieso Scheisse sind,eine Frage an das Anti-Lookism-Projekt : Wie ist es möglich sämtlichen Schönheitsidealen zu widersprechen und dennoch soviel Erfolg zu haben? Da stimmt doch was nicht!

Ich bin ein Bier ?!

You Are Beer

You drink to have fun and let loose. Simple as that.
And you aren‘t picky about what you drink, though you can appreciate a quality brew.
Casual and down to earth, you can hang with the guys more easily than the girls.
You prefer to date a man who is manly, direct, and sure of what he wants.
Endlich wieder in Berlin!!!Gestern nur wenig Party gemacht und moderat getrunken um mich für heute zu schonen. Heute Mittag schon viel Geld in das Alokohol-Sortiment von Lidl (--> harte Zeiten) investiert. Jetzt sitze ich bei der Arbeit und versuche mit Hilfe dieses tollen Tests „What Alcoholic Drink Are You?“ herauszufinden, welches wohl mein Getränk der Nacht sein wird. Das Ergebnis (siehe links) war ernüchternd. Ich bin kein Martini, kein prickelndes Glas Champagner oder ein aufregender Cocktail- sondern: ein schnödes Bier. Ich hoffe mal wenigstens ein Becks Gold und kein Sterni.

Holt mich hier raus!!!

bhffatima--> Ich bin auf Bildungsurlaub (klingt schlimm, ich weiss). Mitten im Nirgendwo. In der Kleinstadt. Das heisst hier ist nix los. Kassel ist zwar nicht so weit weg, aber der Bahnhof wurde zum Eisenbahnmuseum (Bild re.) umstrukturiert man kommt hier nicht mehr weg. Daher bin ich sozusagen gezwungen, mich mit den lokalen Sehenswürdigkeiten zufriedenzugeben. Viel versprechend hörte sich da die lokale Attraktion „Fatima Grotte“ an, zu der zahlreiche Schilder hinführten. Das klang nach Tom Sawyer und Huckleberry Finn, nach Abenteuer und Spannung….nach einer labyrinthartigen Höhle, Tropfsteinen und Gänsehaut. Doch die Provinz enttäuschte mich…..die Fatima Grotte (Bild li.) ist, so besagte ein Schild, „ein Ort der Stille und des Gebetes“. Ich dachte ja Fatima, klingt eher orientalisch, jedenfalls nicht wirklich katholisch. Laut Wikipedia hab ich da auch recht: Fatima ist ein katholischer Wallfahrtsort, der nach einer schönen Maurenfürstentochter benannt ist.

Nachts in F-hain

h2
Gestern abend auf einer Friedrichshainer Party gewesen.Draußen rumhängen war ja ganz amüsant- aber der Dancefloor, der ging nun mal gar nicht. Die Folge waren etliche Ausflüge zu diversen an der Frankfurter Allee befindlichen Dönerläden, Spätis und sonstigen Verpflegungseinrichtungen.
Dadurch wurde die Party zunehmend lustiger, Blick und Gang verwackelter und dass die Mucke sich nicht schöner trinken liess war schliesslich auch egal…

Miese Arbeitsbedingungen…

sind das, wenn ich schon Systemzusammenbrüche provozieren muss, um mal ne Atempause zu haben!
ccpfeilhackerpfeilerrorpfeilruhe

Deutschland stirbt aus – und wir sind schuld!

Eva Herman schrieb bereits im Cicero-Magazin einen Artikel mit dem Titel Die Emanzipation- ein Irrtum?“ , wobei sie sich das Fragezeichen hatte sparen können. Zentrale These: Die Deutschen sterben aus (schön wär’s)– und Schuld sind die Feministinnen (uns/mir/Euch auf die Schulter klopf).

der Grund: Die Frauen streben nach Selbstverwirklichung und Autonomie statt nach Mutterschaft.

die Analyse: Nicht das System (fehlende Kita-Plätze, prekäre Jobs) ist schuld, sondern die Frau. Denn diese handelt entgegen den Gesetzen der Natur.

die Folgen: die wenigen Kinder sind voll gestört, die Männer werden nicht mehr am heimischen Herd bekocht.(Man könnte also auch den Schluss ziehen, dass die Frau den Mann durch den Kochstreik in einen langsamen Tod aufgrund zunehmenden Fastfoodkonsums treibt – nur so ein Gedanke…). Und:Wir sterben aus!!!

die Analyse:“Der Mann steht in der Schöpfung als der aktive, kraftvolle, starke und beschützende Part, die Frau dagegen als der empfindsamere, mitfühlende, reinere und mütterliche Teil. In den zurückliegenden Jahrtausenden richtete die Menschheit ihre Lebensform nach dieser Aufteilung aus, die Rollen waren klar definiert. Der Mann ging zur Jagd, später zur Arbeit und sorgte für den Lebensunterhalt der Familie, die Frau kümmerte sich um das Heim, den Herd, die Kinder und stärkte ihrem Mann den Rücken durch weibliche Fähigkeiten wie Empathie, Verständnis, Vorsicht. Dies hatte dauerhafte Harmonie und Frieden in den Familien zur Folge.“…Nun verstoßen aber die Frauen gegen jene Gesetze der Natur. Hermann trifft daher die die „naturwissenschaftliche (sic!) Feststellung“: Wenn Frauen männlicher werden, werden „wir“ keine Nachkommen mehr haben. Und: Wir lähmen die „starke Männlichkeit in unseren Partnern, die wir uns in der Tiefe unserer Seelen sehnlichst wieder herbeiwünschen. “

die Feministinnen: Der Kampf um die Gleichberechtigung in Beruf und in Privatleben ist verloren. “ Diese Suppe, meine Damen, haben wir uns selbst eingebrockt. Wir haben nicht erkannt, wo unsere wahren Stärken liegen, stattdessen verloren wir uns im dünkelhaften Glauben an unsere nahezu übernatürlichen Kräfte, in Selbstüberschätzung und unreflektierter Emanzipationsgläubigkeit.“. Die Feministinnen von damals schweigen schamvoll – schließlich sind sie schuld an der Katastrophe.
Und sie haben nicht mal einen Mann, geschweige denn ein Kind abgekriegt…….

Anti-Feminism II

fayFaking orgasms is the new feminism:
Fay Weldon hat auch ein neues Buch geschrieben “ What Makes Women Happy?“. Weldon zufolge sollten Karriere-Frauen kein erfülltes Liebesleben erwarten und Orgasmen vortäuschen um ihre Lover zu befriedigen.
‚If you are happy and generous-minded, you will fake it and then leap out of bed and pour him champagne, telling him, „You are so clever“ or however you express enthusiasm,‘ she says. ‚Faking is kind to male partners … Otherwise they too may become anxious and so less able to perform. Do yourself and him a favour, sister: fake it.‘




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